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Leon Gabriel hält ein Mikrofon in der linken Hand und macht eine unterstützende Geste (nach oben geöffnete Hand) mit der rechten. Er schaut nach links und spricht. Dabei trägt er ein schwarzes T-SHirt, eine blaue Jeans, eine silberne Kette und eine blaue Brille.

Leon Gabriel ist Juniorprofessor (Tenure Track) für Theaterwissenschaft mit Schwerpunkt Transnationales Theater am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, wo er die Emmy Noether-Gruppe Dramaturgies in the Afterlife of Violence: Transnational Theater Between Global South and North leitet. Sein laufendes Habilitationsprojekt beschäftigt sich entsprechend mit Politischer Dramaturgie und dem Nachleben von Gewaltgeschichte im transnationalen Theater. In Forschung und Lehre liegen seine Schwerpunkte auf Theater und Globalisierung, Darstellungspolitik, räumlichen Künsten, Dekolonialität, Versammlungsformen, künstlerischen Arbeitsweisen sowie Rassismus- und Antisemitismuskritik.

Seit September 2022 ist Gabriel Teil des Vorstands der Gesellschaft für Theaterwissenschaft (Schatzmeister). Darüberhinaus ist er u.a. Mitglied in der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM), der Fachgesellschaft DeKolonial – Fachgesellschaft für rassismuskritische, postkoloniale und dekoloniale Theorie und Praxis, Deutsche Gesellschaft für Ästhetik (DGÄ) und Dramaturgische Gesellschaft sowie in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Von 2021 bis 2023 war Gabriel Mitglied der Global Young Faculty VII der Mercator-Stiftung und Universitätsallianz Ruhr.



Wissenschaftlich-künstlerischer Werdegang:
Nach einem freiwilligen sozialen Jahr in Chimbote/Peru, studierte Gabriel von 2005 bis 2011 Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Psychoanalyse und Romanistik an der Goethe Universität Frankfurt sowie der Universidad de Sevilla. Von 2011 bis März 2018 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Theaterwissenschaft am Institut für TFM, wo er u.a. am Aufbau des internationalen MA-Studienganges „Comparative Dramaturgy and Performance Research“ sowie an der Einrichtung der Frankfurter Probebühne mitwirkte. 2017 wurde er an der Goethe-Universität mit der Arbeit Bühnen der Altermundialität: Vom Bild der Welt zur räumlichen Theaterpraxis promoviert, das Buch erschien 2021 bei Neofelis, Berlin. Von April 2018 bis März 2023 war er Post-Doc am Institut für Theaterwissenschaft der RUB. Dort ist er u.a. mitverantwortlich für die internationale Vortragsreihe Theater Forschung Ruhr.

Er (ko-)organisierte mehrere internationale Tagungen und Workshops, so etwa Shifting Dramaturgies in Transmodern Worlds (2024), Infrastrukturen im Fokus: Kuratieren in eine Welt der Multikrisen (2024), Grenzen der Repräsentation (2019, Ruhrtriennale) und Thinking on/of the Stage (2013, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt). Forschungsreisen führten ihn beispielsweise nach Peru, Bolivien, Ecuador und Kolumbien sowie Ghana, Kamerun und Südafrika, ebenso internationale Vortragsreisen an die Tel Aviv University, die University of Ghana in Accra, die University of the Witwatersrand in Johannesburg, die Université du Luxembourg, die Université Paris 8, die Université de Montpellier und die Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien.

Gabriel war Teil des Frankfurter Performancekollektivs Arty Chock mit dem er von 2009-2016 raum- und ortsspezifische Inszenierungen entwickelte. Dramaturgisch arbeitet er u.a. zusammen mit dem Regisseur Sebastian Blasius. Seine theaterpraktischen Seminare befassen sich vor allem mit Raumerfahrung und Erzählweisen (z.B. Audiowalks).